Je nach Lage und Bodenqualität ist ein anderer Rasensamen sinnvoll. Während die Lage offensichtlich ist, bleibt die Bodenqualität häufig ungewiss. Zwar lässt sich sagen, ob der Boden viel Muttererde, Sand oder Lehm enthält oder ob er besonders feucht ist, aber viel mehr lässt sich meistens ohne weitere Prüfung nicht sagen. Mehr zur genauen Qualität lässt sich aber mit einer Bodenprobe herausfinden.
Eine Bodenprobe kann nicht nur für die Rasenfläche sehr nützlich sein. Sie bietet Aufschluss darüber, welche Nährstoffe im Boden enthalten sind. Der Anteil von Kalk oder Nährstoffen wie Phosphor, Stickstoff, Magnesium und Kalium kann so genau beziffert werden. Damit ist gleichzeitig eine Dünge-Empfehlung verknüpft. In Abhängigkeit von der Bodenprobe lassen sich so speziell auf das Bodenstück zugeschnittene Düngemittel einsetzen und vor allem das häufige Phänomen des Überdüngens vermeiden.
Eine Bodenprobe kostet zwar etwas Geld, der Betrag ist aber überaus überschaubar und kann durch den Verzicht auf unnötigen Dünger in kurzer Zeit wettgemacht werden. Eine Analyse erarbeiten unter anderem verschiedene Landwirtschaftskammern sowie die Landwirtschaftliche Untersuchung- und Forschungsanstalt in Bonn. Die benötigte Probe kann einfach eingeschickt werden. Speziell für Rasen reicht hier eine Probe von rund einem Pfund aus bis zu zehn Zentimetern Tiefe. Bei der Probe wird einfach mit einem Spaten in ein Stück Erde weggegraben. An der Kante nimmt man davon eine Probe mit einer kleinen Handschaufel oder einem Löffel.
Anhand der Ergebnisse lässt sich nicht nur der passende Dünger wählen. Auch die Entscheidung für den richtigen Rasensamen wird erleichtert, da dessen Nährstoffbedarf auf den Boden abgestimmt werden kann. Auf diese Weise lässt sich das Düngen auf ein Minimum beschränken.
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